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B - - - Mrs. Pooth erstwhile Mrs. Feldbusch

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... da Stand sie heute auf dem Alexanderplatz und wurde von einer ebenfalls um Makellosigkeit bemuehten Dame interviewt. Der Anlass blieb mir unbekannt. Die Szenerie war lieblich, schaurig und plump (redundant)zugleich. Das Auto, dieser Hummer oder was es auch immer war. Dieser Klotz im Osten. Dieses Stueck Pimmel aus Blech. Dann die Pimmelmenschen, die Kerle, die mit Ihren preiswerten schwarzen Anzuegen, die so dastehen das man denkt. Stop. Was heisst denkt. Es war, ist fuer mich in diesem Momenten immer eher eine Sache der stellvertretenden Scham. Jedenfalls stehen die da mit Ihrem hohlen Blick, dem transparentfarbenen und spiralfoermigen Kabel am Ohr und sperren ab. Weniger grenzbewusst turnen die Fussnoten zwischen dem Poebel umher. Telefonieren wenigstens so laut, das P sie auch gut verstehen kann. Ihre Zwirne sind so voll von Farbe, Ihre Schnitte so passgenau, dass Sie das Beduerfnis nach Bedeutsamkeit vollenden. Sie wirken wie farbige Tupfer zwischen den ausgewaschenen Kleidern des P.. Blickkontakt scheuen Sie wie die konzentrierte Loesung das verduennende Wasser.
Einst, vor ein paar Jahren, ich war Student und arbeitete nebenher beim hessischen Rundfunk als Maedchen fuer alles. Zu dieser Zeit als Produktionsfahrer einer Kabarettshow. Frau Feldbusch moderierte. Ich fuhr sie. Holte sie vom Flugplatz Calden ab, wo sie immer mit dem Hubschrauber landete. Dann war die Karre voll. Sie, ihr Mann Pooth, dessen Eltern, ihr jugo-Manager und Ihr Bodyguard. Anfangs erstaunlich, aber zu dieser Zeit Selbstverstaendlichkeit, das showbusiness ist total profan. Die Menschen total Banane. Ihre Telefonate. Genauso uninteressatn wie die vom Nachbarn. Aber am eindruecklichsten war das Gefuehl, dass der SingSang der Elternkommentare bei mir hinterliess. Es war so, als faenden sie es meisterklasse, was sich ihr Sohn da fuer ein Prachtstueck zugelegt hat. Das Mass der von mir so empfunden Objektivierung fand ich erschreckend. Aber, das hat, so scheint es, Methode. Alles ist Objekt - willkommen im KZ (also sorry, konnte ich mir jetzt nicht verkneifen -:)

PS: Der einzige der Stil hatte, der mich mitten in der Nacht nach einer mehrstuendigen Fahrt einmal auf einen Kaffee einlud, der auch noch 50 Euronen Trinkgeld springen liess, war Roland Kaiser ...... und wenn wa schon dabei sind, am herzlichsten war Barbara Rudnik
29th Aug 2007, 15:37  

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